Ein Kaminofen kann mehr als "nur" einen Raum beheizen, denn mit einem integrierten Wasserwärmetauscher liefert er zum Beispiel Energie für die Brauch- und Heizwassererwärmung. Man genießt also die angenehme Wärme und das prasselnde Feuer, gleichzeitig gibt der wasserführende Kaminofen einen Teil der erzeugten Wärme an einen Pufferspeicher ab, so kann auch die zentrale Wärmeversorgung unterstützt werden.
Wie funktioniert ein wasserführender Kaminofen?
Im hinteren Bereich der Brennkammer eines Kaminofens befindet sich eine Wassertasche, ein Wärmeüberträger, durch den kaltes Wasser geleitet wird. Verfügbar sind auch Öfen mit Wassermantel, der die Brennkammer komplett umgibt. Das Feuer erwärmt das Wasser in der Wassertasche, bzw. im Wassermantel, dessen Energie anschließend an einen Speicher abgegeben wird. Von hier aus steht sie für die Erwärmung des Brauchwassers oder zum Heizen zur Verfügung. Wenn der Ofen also befeuert wird, gibt er einen Teil der Wärmeenergie an den Aufstellraum ab und den anderen Teil an den Speicher. Diese Verteilung der Wärmeenergie sorgt dafür, dass auch in Passiv- oder Niedrigenergiehäusern der Aufstellraum nicht überhitzt wird. Der Kaminofen kann in solchen Gebäuden die Zentralheizung vollkommen ersetzen. Mit nur einer Wärmequelle versorgen Sie also das ganze Haus mit Heizenergie.
Wasserführender Kaminofen plus Solarthermie
Wasserführende Kaminöfen lassen sich mit Solarthermie kombinieren. Im Sommer versorgt die Solaranlage den Pufferspeicher mit Energie, die zur Warmwasserbereitung benötigt wird, und im Winter übernimmt das der Kaminofen, der dann zusätzlich den Aufstellraum beheizt und die Energie zur Erwärmung des Heizwassers liefert. Durch die Kombination aus wasserführendem Kaminofen und Solaranlage lassen sich fossile Brennstoffe einsparen. Ein modulares Heizsystem deckt damit sowohl den Heiz- als auch den Warmwasserbedarf ab.







