Kachelofen - Ofen für behagliche Wärme

Anders als Kamin (Heizkamin) und Kaminofen, sorgt der Kachelofen für stundenlange Strahlungswärme. Über die Oberfläche seiner Kacheln strahlt der Kachelofen gleichmäßig und lang anhaltend die Wärme ab. Kein Wunder also, dass sich Besitzer von Kachelöfen seelisch und körperlich messbar wohler fühlen.

Kachelofen oder doch Kamin, bzw. Kaminofen?

Vielleicht zögern Sie noch, welcher Ofen für Sie der Richtige ist: Kamin (Heizkamin), Kaminofen, Pelletofen oder Kachelofen, dann blättern Sie online in unserem Magazin "Inspiration Kachelöfen" und lassen Sie sich überzeugen. Viele moderne Grund- und Warmluft-Kachelöfen sowie trendige Kleinkachelöfen sprechen für sich! Prinzipiell unterscheidet man zwischen Grund-, Warmluft- und Kombikachelöfen.

Grund-, Warmluft- oder Kombi-Kachelofen – welcher darf's sein?

Der Grund-Kachelofen speichert die Wärme über sehr viele Stunden, dafür braucht dieser Ofen auch eine längere Aufheizzeit. Der Warmluft-Kachelofen hingegen gibt sehr schnell die erzeugte Wärme an den Raum ab, dafür speichern diese Öfen die Wärme aber nicht so lange. Der dritte Ofen-Typ, der Kombi-Kachelofen, vereint die Vorteile beider Kachelöfen. Der Kombi-Kachelofen braucht eine kürzere Aufheizzeit als der Grund-Kachelofen und hat dennoch viel Wärmespeichervolumen.

Kacheln: individuelles Design und einfache Pflege

Durch die große Glasurauswahl bei den Kacheln lässt sich der persönliche Einrichtungsstil gut unterstreichen und gleichzeitig machen Kacheln den Ofen besonders pflegeleicht. Eventuelle Flecken können einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Ofenbau und Kaminbau – am besten vom Fachmann

Die Vorzüge eines Kachelofens erfreuen den Besitzer meist aber nur, wenn der Kachelofen vom Ofenbauer individuell geplant und gesetzt wurde. Denn jeder Ofen muss auf den Standort, die technischen Anforderungen und die ganz persönlichen Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt sein. Das erfordert viel Wissen und Erfahrung vom Ofenbauer, denn kein Haus gleicht dem anderen in Bauweise und Wohnlage. Auch empfinden wir Wärme unterschiedlich und vor allem, wir haben, was die Gestaltung unseres Wohnraums anbelangt, ganz persönliche Vorstellungen.

Deshalb berät der Ofenbauer ausgiebig über die vielfältigen Möglichkeiten. Es steht eine beeindruckende Auswahl an Modellen, Kacheln und Farben bereit. So wird jeder Kachelofen ein ganz besonderes Einzelstück!

Aus gutem Grund ist der Kachelofen eine der ältesten Heizungen

Mode, Lebensstil, Einrichtung, Essen, Trinken und Umweltbewußtsein, alles geht zurück zur Natur - das ist es, was die Menschen in allen Bereichen leben wollen. Mit neuen Konzepten für zeitgemäßes Heizen im Wohnbereich meldet das traditionsreichste Heizungssystem eine innovative Spitzenstellung, voll im Zeitgeist, an. Kachelöfen und Kachelkamine wurden in den letzten Jahren von Grund auf modernisiert und modifiziert. Die Lösung anstehender Energie- und Umweltprobleme, die Gewöhnung an immer mehr Bedienungskomfort und gleichzeitig die Sehnsucht nach Behaglichkeit und Geborgenheit - besonders im Wohnbereich - hat die Aktivitäten der gesamten Kachelofenwirtschaft bestätigt und zugleich mobilisiert.

Ein Schwerpunktthema beim Ofenbauerhandwerk ist deshalb der bewußte Umgang mit Natur, Energiereserven und Umwelt. Energieeinsparung ist die eine Möglichkeit, auf diese Probleme zu reagieren. Moderne Kachelöfen mit elektronischem HighTech verbrennen Holz sparsam, umweltentlastend und mit einem hohen Maß an Bedienungssicherheit und Komfort. Zum Beispiel können holzbefeuerte Kachelöfen in Verbindung mit Sonnenkollektoren ein ganzes Haus beheizen. Mit dieser Technologie ist es möglich, den Einsatz nicht regenerierbarer Brennstoffe auf ein Mindestmaß zu drosseln. Holz als CO2-neutraler Brennstoff sorgt, gemeinsam mit der unendlich zur Verfügung stehenden Sonnenenergie, für ein Höchstmaß an Umweltentlastung und Energieeinsparung. Kachelofenbauer bieten darüber hinaus noch weitere interessante Möglichkeiten, Umweltbewußtsein in die Praxis umzusetzen. So zum Beispiel die Möglichkeit, Wärme in keramischen Flächen zu speichern, um bei geringem Brennstoffeinsatz mit der so entstehenden Strahlungswärme ein optimales Raumklima genießen zu können.

Der Kachelofen wird jeweils für einen Brennstoff optimal geplant und gebaut - Holz, Öl, Gas, Braunkohlebrikett oder Strom. Dadurch ist es möglich, die gesamte Kachelofenanlage auf den jeweils eingesetzten Energieträger einzustellen. Diese Spezialisierung erhöht die Energieausbeute und den Wirkungsgrad, sorgt für niedrige Emissionen und hat auch positive wirtschaftliche Auswirkungen für den Betreiber der Anlage.

Kachelöfen stehen immer da, wo sie gebraucht werden. Leitungs- oder Transportverluste kennt dieses Heizsystem nicht. Die Feuerung vor Ort ist immer das komplette Heizsystem. Es nutzt die Energie effizient und wirtschaftlich. Speicherwärme, Strahlungswärme, Energieeinsparung und insbesondere der Einsatz von nachhaltigen heimischen Brennstoffen, wie Holz, machen den Kachelofen zu einem der modernsten Heizsysteme überhaupt. Der Kachelofen verkörpert Tradition und Zukunft in einem. Die Meisterbetriebe haben sich auf die großen Herausforderungen ein- und umgestellt, sie sind für die Umsetzung innovativer Ideen zum Wohle unserer Umwelt gerüstet.

Auch Kachelöfen müssen gewartet werden

In der Heizungsbranche gibt es Leute, die ein Nietzsche-Wort abwandeln und so formulieren: "Kundendienst ist nicht alles, aber ohne Kundendienst ist alles nichts."
Hochentwickelte Heizungstechnik liefert eben nur dann Wärme, wenn sie einwandfrei funktioniert. Dazu ist ständige Wartung, und zwar fachmännische, unerläßlich.
Kachelöfen sind weniger sensibel. Sie werden oft angeschafft, um auch "im Krisenfalle" eine warme Stube zu haben. Es wird wohl kaum vorkommmen, daß man fröstelnd und ratlos vor einem kalten Kachelofen steht.
Trotzdem, Wartung und fachgerechte Instandhaltung braucht auch ein Kachelofen. Es geht ja nicht nur um's Funktionieren, sondern auch um Wirtschaftlichkeit, um Energieeinsparung und um geringstmögliche Immission, also Abführung von Unverbranntem durch den Schornstein. Kachelofen-Interessenten sollten am besten schon beim Kauf daran denken. Dabei ist der Kachelofenbauer, der den Ofen plante und an Ort und Stelle setzte, der richtige Fachmann auch für Wartung und Reparatur. Er kennt seinen Ofen natürlich genau.

Der Zweck entscheidet über die Ofenart

Bevor der Bauherr sich für eine Ofenart oder einen Heizeinsatz entscheidet, sollte er mit dem Ofenbauer sorgfältig planen, für welchen Einsatzzweck der Ofen gedacht ist. Denn die Ofenbauart bestimmt die Auswahl, die sich bei den Heizeinsätzen bietet. Der Kachelofenbauer legt auch den benötigten Wärmebedarf fest.
Sind Ofenbauart und Wärmebedarf ermittelt, geht es an die Wahl des Brennstoffes und Heizeinsatzes. Von der automatischen Beschickung bis zum Auflegen des Brennstoffes mit der Hand ist alles möglich. Der Einsatz von Öl, Gas oder Pellets ist kein Problem. Klassiker der Brennstoffe sind aber nach wie vor Stückholz und Braunkohlebriketts.
Als Zusatzausstattung für Holzeinsatz-Typen ist der Anschluss eines Wasserwärmetauschers möglich. Hier wird Wasser über einen Wärmetauscher erwärmt, welches dann seine Wärmeenergie in einen Kombispeicher abgibt. So lassen sich auch weiter entfernt liegende Räumlichkeiten beheizen. Wird der Speicher mit einer thermischen Solaranlage kombiniert, lassen sich auch komplette Heizungssysteme speziell für Niedrigenergie- oder Passivhäuser erstellen. Der Kombi-Speicher liefert Wärme für Heizung und Brauchwasser. Über verschiedene Heizkreise können Heizkörper, Fußbodenheizung, Wandflächenheizung oder auch eine keramische Strahlungswand versorgt und temperiert werden, gleichzeitig wird Warmwasser erzeugt.