Wärme für Osteuropa

Der fertige Kachelofen im Kinderheim Ocna Sugatag im Kreis Maramures

Zweck des Vereins „Wärme für Kinder“ ist die Förderung der Kinder- und Jugendhilfe und Verbesserung der Lebensqualität kranker oder hilfsbedürftiger Kinder in Osteuropa. Dafür installieren die Mitglieder des Vereins in osteuropäischen Kinderheimen kostenlos Kachelöfen und Heizungsanlagen. Nach Inbetriebnahme liefert der Kachelofen dann die Energie für die Brauch- und Heizwassererwärmung. Die Kinderheime werden dadurch unabhängig von teuren fossilen Energieträgern, die sie sich oft nicht leisten können.

Bei einigen Projekten, die der Verein „Wärme für Kinder“ seit seiner Gründung durchgeführt hat, kamen noch eine Reihe weiterer handwerklicher Arbeiten dazu. Eines davon war das Projekt im Jahr 2013 in Rumänien, an dem sich die Hagos auch beteiligt hat. In dem Kinderheim Ocna Sugatag im Kreis Maramures wurden nicht nur Kachelofen, Schornstein und Heizungsanlage neu errichtet, die Handwerker aus Deutschland isolierten auch das Dach, bauten neue Fenster und Türen ein und installierten ein WC und einen Duschraum. Drei Transporter als Werkzeugwägen und ein 18-Tonner Lkw transportierten alle benötigten Materialien die ca. 2.000 km weite Strecke nach Rumänien.

Manuelle Maut in Ungarn

Den Hagos-Lkw fuhr Ulrich Meerettig nach Rumänien

Den Hagos-Lkw fuhr Ulrich Meerettig, der damals in der Niederlassung in Nürnberg als Kraftfahrer arbeitete: „Alles zusammen, mit Auf- und Abladen hat die Hinfahrt vier Tage gedauert. Der herzliche Empfang in Ocna Sugatag hat die recht anstrengende Fahrt aber mehr als entschädigt.“ Samstag und Sonntag blieb Ulrich Meerettig in Rumänien und dann ging's wieder zurück nach Nürnberg. „Die Rückfahrt war wesentlich schneller. Allerdings mussten wir sechs Stunden an der ungarischen Grenze warten, weil das Maut-System umgestellt worden war. Das hat nicht funktioniert, deshalb mussten alle die Maut im Büro quasi per Hand bezahlen. Aber ansonsten gab es keine Schwierigkeiten an den Grenzen“, so der mittlerweile pensionierte Kraftfahrer.

Ruhestand verschoben

Eigentlich sollte Ulrich Meerettig im Mai 2013 in den Ruhestand verabschiedet werden. Als dann ein Freiwilliger für die Rumänien-Fahrt gesucht wurde, die erst im Juni stattfinden sollte, wurde sein Arbeitsvertrag kurzerhand um vier Wochen verlängert. „Das war gar kein Problem und wurde alles von der Hagos geregelt. Die Fahrt nach Rumänien war ein wirklich gelungener Ausstieg aus der Hagos, bzw. Einstieg in die Rentenzeit.“