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Backofenprojekt in Mölln

„Am meisten begeistert mich, wie viel Freude der Backofen den Bewohnern des Don Bosco-Hauses bereitet, eine fast kindliche Freude am Feuer. Außerdem finde ich es sehr spannend, wie man durch solche Projekte die Teamfähigkeit, die Kreativität und motorische Fähigkeiten fördern kann“, schwärmt Ralf Woldenga, Leiter der Hagos-Niederlassung in Bad Salzuflen. Er war gleich Feuer und Flamme, als ein Hagos-Mitgliedsbetrieb ihm das Projekt vorstellte: „Als Großhandel für den Ofenbau mit bald 100 Jahren Erfahrung in der Branche sind Projekte wie das in Mölln wie geschaffen für uns.“

Ofenbauer Michael Pult – Verbindung zwischen Ofenbau und sozialer Einrichtung

Initiatoren des Brotback-Projekts waren der Heimleiter der Behinderten-Einrichtung, Harry Harms und Kachelofen- und Luftheizungsbauer Michael Pult aus Mölln. Der gelernte Ofenbau-Meister kennt das Heim in Mölln schon von Kindesbeinen an: „Die ehemalige Heimleiterin und Gründerin Schwester Maria von de Berg war gleichzeitig Gemeindeschwester unserer Katholischen Kirchengemeinde, in der ich schon seit Kindertagen aktiv bin.“ Die Idee, einen Brotbackofen zu therapeutischen Zwecken zu nutzen, fand der gebürtige Möllner gleich sehr spannend.

Therapeutischer Erfolg durch das Projekt

Pünktlich zum Erntedankfest 2013 errichtete Michael Pult den Brotbackofen im Sinnespark des Don Bosco-Hauses zusammen mit der Fa. Scharnweber Hochbau – Tiefbau. Heute trägt der Ofen zur Selbstversorgung der Heimbewohner bei, er kommt zwei mal die Woche zum Einsatz, wobei 120 Brote gebacken werden. Die „Bäcker“ sind zehn Bewohner mit autistischer Symptomatik und ihre Betreuer. Heimleiter Harry Harms beschreibt die therapeutischen Erfolge des Brotofenprojekts: „Mit dem Projekt machen wir die komplexe Tätigkeit des Brot backens für unsere Bewohner begreiflich, jede Tätigkeit wird in kleine Einzelschritte zerlegt. Das stete Wiederholen und Ausprobieren der Tätigkeiten festigt die Abläufe und gibt den Backenden die nötige Routine und Sicherheit. So fällt es ihnen wesentlich leichter, ihren Alltag zu strukturieren.“

Selbstwertgefühl steigern und Initiative fördern

Die Brote werden mittlerweile auch an andere Einrichtungen gegen Spenden abgegeben, die Nachfrage ist riesig. Harry Harms: „Dieser Erfolg tut unseren Bewohnern natürlich besonders gut. Sie sind stolz über die gemeinsame Leistung und genießen das Gefühl, gebraucht zu werden.“ Auch Bettina E., die schon seit Mitte der 80-er Jahre im Don Bosco-Haus in Mölln lebt, entwickelte durch das Brotofenprojekt motiviert eine ganz neue Tatkraft. Die 48-jährige kocht neuerdings selbstständig zum Brotverkauf Kaffee und bietet ihn an.

Das Handwerk präsentiert sich am besten durch seine Produkte

Die therapeutischen Erfolge des Projekts sind wichtig, für die Hagos als Verbund der Kachelofen- und Luftheizungsbaubetriebe zählt aber auch ein anderer Aspekt, den der Niederlassungsleiter von Bad Salzuflen, Ralf Woldenga, so beschreibt: „Bei dem Projekt in Mölln handelt sich um ein "aktives" Projekt, das heißt, es sollte nicht nur ein Backofen aufgestellt werden, der dann nur herumsteht. Dieser Backofen wird durchgängig von der sozialen Einrichtung genutzt und dient auch letztlich bei öffentlichen Veranstaltungen als Werbeträger für unser Handwerk.“

Die Backgruppe des Don Bosco-HausesZunächst wird der Sockel für den Ofen gebautund provisorisch überdachtDa der Backofen im Park steht,... braucht er ein richtiges DachEingeweiht wird der Brotbackofen...beim Erntedankfest 2013