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Der Umwelt zuliebe

Einigen alten Kachelöfen wird der Schornsteinfeger nur noch eine zeitlich begrenzte Betriebserlaubnis geben. Wer seinen in die Jahre gekommenen Kachelofen auch zukünftig befeuern und die Wärme genießen will, der sollte jetzt aktiv werden. Mit einem neuen Heizeinsatz ist Ihr Kachelofen wieder bestens gerüstet für die Zukunft.

Kachelöfen und Heizkamine gehören zu den wichtigsten alternativen Wärmeerzeugern, denn ihr Brennstoff Holz wächst nach und verbrennt CO2-neutral. Auch beim umweltfreundlichen Heizen mit Holz müssen freilich bestimmte Grenzwerte eingehalten werden. Dafür sorgt heute modernste Technik in den Heizeinsätzen. Ältere Modelle verfügen aber oft nicht über die entsprechende Technik und müssen deshalb in den kommenden Jahren ausgetauscht werden.

Grenzwerte müssen eingehalten werden

Dabei unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Einzelraumfeuerungsanlagen und Heizkesseln, die nicht nur einen Raum beheizen, sondern auch das Heiz- und Brauchwasser. Für beide Anlagen wurden die Grenzwerte für den Ausstoß von Kohlenmonoxyd und Feinstaub 2010 in der Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImSchV) neu festgelegt. Alte Geräte, die diese Werte nicht einhalten, müssen nach bestimmten Übergangsfristen ausgetauscht werden:

Übergangsfristen für
bestehende Einzel-
raumfeuerungsanlagen

Übergangsfristen für
bestehende Einzel-
raumfeuerungsanlagen

Übergangsfristen für bestehende Heizkessel

Übergangsfristen für bestehende Heizkessel

Zeitpunkt der Typenprüfung (laut Typenschild)

Zeitpunkt der Nachrüstung bzw. Außerbetriebnahme

Zeitpunkt der Errichtung

Ablauf der Übergangsfrist

Vor dem 01.01.1975 oder Jahr der Typenprüfung nicht mehr feststellbar

31.12.2014

vor dem 31.12.1994

01.01.2015

01.01.1975 bis zum 31.12.1984

31.12.2017

01.01.1995 bis zum 31.12.2004

01.01.2019

01.01.1985 bis zum 31.12.1994

31.12.2020

01.01.2005 bis zum 22.03.2010

01.01.2025

01.01.1995 bis zum 22.03.2010

31.12.2024

Der Neue spart Geld

Die neuen Heizeinsätze sind äußerst sparsam im Umgang mit Brennstoff. Hocheffizient in der Verbrennung, nutzen Sie den Rohstoff Holz maximal aus. Optimale Brennstoffnutzung bedeutet für den Ofenbesitzer, er benötigt weniger Holz und spart damit Geld.

Higtech für den Klimaschutz

Bei Einzelraumfeuerungsanlagen wurden die Grenzwerte in zwei Stufen eingeteilt: die erste Grenzwertstufe ist ab 2010 in Kraft getreten und die zweite gilt für Anlagen, die ab 2015 neu installiert werden. Besonders verantwortungsvoll verhält sich, wer bereits vor 2015 einen Heizeinsatz auswählt, der schon die zweite Grenzwertstufe erfüllt. Welche Einsätze das sind und welche problemlos in der bestehenden Anlage ausgetauscht werden können, weiß am besten der Kachelofenbauer. Bilder von solchen Anlagen kann man sich auch beim Verbund deutscher Kachelofen- und Luftheizungsbauerbetriebe – der Hagos – anschauen (www.hagos.de/produkte/), denn die Genossenschaft hat schon viele Heizeinsätze im Programm, die die zweite Stufe erfüllen. Diese Einsätze für Kachelöfen haben eine optimierte Feuerraumgestaltung und eine sinnvolle Verbrennungsluftregelung.Bei Heizkesseln wird noch strenger geprüft Bei Heizkesseln für feste Brennstoffe, die auch das Heiz- und Brauchwasser erwärmen, sehen die neuen Vorschriften in der BImSchV etwas anders aus. Hauptsächlicher Unterschied: Die Grenzwerte für diese Anlagen gelten nicht für die Typprüfung, sondern für den tatsächlichen Betrieb der Anlage. Das heißt, an diesen Anlagen muss ein Schornsteinfeger in Zukunft regelmäßig die Emissionen messen. Die Schadstoffgrenzwerte gelten seit 2010 auch für kleine Heizkessel mit einer Nennwärmeleistung ab vier Kilowatt (kW) – bis dahin war dies erst ab 15 kW der Fall.

Kategorie: Ökologie, Gesundheit

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