BImSchV

Wer bei sich zuhause einen Ofen – genauer eine Kleinfeuerungsanlage – aufstellen lässt, für den gilt die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BimSchV). Die Verordnung leistet einen wichtigen Beitrag, die Abgase der Feuerungsanlage zu vermindern. Ziel der Verordnung ist es auch, eine effizientere Energieverwendung zu fördern.

Hightech für die Umwelt

Die CO2-neutrale Energienutzung z. B. mit Holz und Pellets stellt einen wesentlichen Beitrag einer nachhaltigen Klima- und Energiepolitik dar. Insofern verdient die verstärkte Nutzung von fester Biomasse eine grundsätzlich positive Bewertung. Die Verbrennung von Holz und Pellets in Kachelöfen und Heizkaminen leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele. Allerdings kann die Verfeuerung von Biomasse durch die Freisetzung verschiedener Luftschadstoffe zu gesundheitsgefährdenden Emissionen wie Feinstaub und zu Geruchsbelästigungen führen. Deshalb werden alle neuen Ofen-Modelle auf Einhaltung der in der BimSchV vorgegebenen Werte überprüft.

Novellierung der BImSchV

Seit März 2010 sind diese Werte an den Stand der Technik angepasst und die BImSchV ist entsprechend novelliert worden. In der veränderten Verordnung sind anspruchsvolle Emissionsgrenzwerte für Staub vorgesehen (siehe separater Kasten). Diese können von neuen Feuerungsanlagen, die üblicherweise im häuslichen Bereich eingesetzt werden, wie Heizkaminen, Kaminöfen oder Kachelofeneinsätzen ohne Staubfilter erreicht werden.

Sanierungsregelungen Kleinfeuerungsanlagen

Die Anlagen müssen, damit sie dauerhaft in Betrieb bleiben können, Emissionsgrenzwerte einhalten. Dies lässt sich nachweisen durch:

  • Eine Bescheinigung des Herstellers, dass Grenzwerte für Staub von 150 mg/m3 und für CO von 4 g/m3 auf dem Prüfstand eingehalten werden.
  • Eine Vor-Ort-Messung, bei der Grenzwerte für Staub von 150 mg/m3 und für CO von 4 g/m3 eingehalten werden.

Nachrüstung oder Austausch von alten Anlagen

Auch für bestehende Anlagen werden Grenzwerte festgelegt. Sofern für diese Anlagen mit Hilfe einer Herstellerbescheinigung oder durch eine Vor-Ort-Messung die Einhaltung der Grenzwerte nachgewiesen werden kann, ist ein zeitlich unbegrenzter Betrieb möglich. Erst wenn dies nicht möglich ist, kommt zwischen den Jahren 2014 und 2024 ein Sanierungsprogramm zum Tragen. Das Sanierungsprogramm sieht die Nachrüstung oder den Austausch gegen emissionsarme Anlagen vor.

Zwischen Ende 2014 und Ende 2024 liegt die Zahl der Einzelraumfeuerungsanlagen, die nachgerüstet oder ausgetauscht werden müssen, bei 4,3 bis 4,6 Mio.. Über den genauen Zeitpunkt, wann eine Einzelraumfeuerungsanlage nachgerüstet oder ausgetauscht werden muss, werden die Betreiber im Rahmen der ohnehin regelmäßig durchzuführenden Feuerstättenschau vom zuständigen Schornsteinfeger rechtzeitig informiert.