Pellettechnik

Kaminöfen, also anschlussfertige Geräte, können in der Regel nur mit Scheitholz oder mit Pellets befeuert werden. Der Pelletbehälter in einem Pelletofen befindet sich meist im Ofen und wird manuell nachgefüllt. Die Pellets werden über eine im Ofen integrierte Förderschnecke in den Brennraum befördert und automatisch gezündet.

Nicht wasserführende Pelletöfen werden meist zur Beheizung eines Raumes eingesetzt. Man kann aber auch den Nachbarraum über einen Luftkanal mit beheizen. Ein Pelletofen beispielsweise für das Wohnzimmer ist mit einer Heizleistung von ca. 2-10 KW ausgestattet. Den Heizbedarf in einem Raum kann der Ofenbauer errechnen.

Ein anschlussfertiger Pelletofen kann schnell und einfach vom Fachmann aufgestellt und angeschlossen werden.

Wasserführende Pelletöfen

Pellet-Kaminöfen gibt es auch wasserführend. Dann heizt der Ofen nicht nur die Luft auf, sondern zusätzlich das Wasser im Heizungskreislauf. Dabei kann die Heizleistung gleichmäßig verteilt sein, das heißt 50 Prozent der Leistung geht in die Luft und 50 Prozent ins Wasser, die Verteilung kann aber auch zum Beispiel 20/80 betragen.

Förderschnecke, Sauggerät oder der Mensch

In der Regel liegen die Pelletvorräte im Keller und müssen zum Pelletofen hoch befördert werden. Bei Pellet-Kaminöfen passiert das meistens manuell, möglich ist aber auch eine automatische Bestückung. Dazu kann beispielsweise eine Förderschnecke mit Motor verwendet werden. Der Motor treibt die Spirale an und die Pellets werden so gleichmäßig nach oben in den Pelletbehälter neben dem Feuerraum geschoben. Von dort werden sie nach Bedarf in den Feuerraum weitergeleitet. Der Transport vom Keller in den Behälter kann aber auch über eine Saugvorrichtung erfolgen. Vorteil der Förderspirale: sie ist wesentlich leiser als ein Sauggerät und entnimmt die Pellets vom Boden des Lagerplatzes, das heißt immer die ältesten Pellets kommen zum Einsatz.